Goldanlagen

Goldanlagen sind Krisenanlagen. Während Gold als Industriemetall kaum eine Rolle spielt, wird es gerade in schwierigen Konjunkturzeiten (z. B. in der Finanzkrise) oder bei negativen politischen Ereignissen von Anlegern als „Wert an sich“ geschätzt. Tatsächlich hat das Gold diese Erwartung in der Vergangenheit meist erfüllt. Allerdings haben immer wieder Anleger dennoch viel Geld mit Goldanlagen verloren.

Da wäre einmal die Tatsache, dass Gold keine Zinsen bringt. Bei stagnierenden Goldpreisen verliert der Goldanleger deshalb automatisch Geld in Höhe der Inflationsrate. Außerdem nimmt er natürlich die Zinsen, die während der Anlagezeit erzielbar gewesen wären, nicht ein.

Da Gold in US-Dollar notiert wird, bringt ein Preisanstieg erst dann einen Vorteil, wenn der Dollarkurs zumindest stabil bleibt.

Dass einige Staaten weltweit über große Goldhorte verfügen (u. a. Deutschland, USA, Russland) ist der Goldpreis sehr stark davon abhängig, dass aus diesen Goldhorten keine Verkäufe stattfinden. Diese könnten den Goldpreis stark negativ beeinflussen, auch wenn gleichzeitig Anleger großes Interesse an Gold zeigen.

Besonders problematisch ist die Anlage in physischem Gold durch private Anleger. Bei der Aufbewahrung des Goldes fallen Kosten an. Sie kann, je nach Aufbewahrungsart mit Risiken verbunden sein. Außerdem besteht das Risiko, dass das erworbene Gold nicht vollständig werthaltig ist. Goldmünzen können gefälscht oder beschädigt sein, Goldbarren einen geringeren Goldgehalt besitzen als angekündigt, Verwahrstellen können im Falle der Verfügung nicht zugänglich sein, usw.

Positive Goldpreisentwicklungen lassen sich am einfachsten mit dem Erwerb von Goldminenaktien z. B. über entsprechende Aktienfonds nutzen.

Hinweis: Die Kurzbeurteilungen von Anlageformen unter „Themen“ richten sich durchgehend an Anleger mit geringer Anlageerfahrung. Soweit Fachdetails genannt werden, wurde nicht auf Vollständigkeit in Bezug auf die jeweilige Anlageform geachtet. Bewertungen sind Meinungsäußerungen der Deutsche Finanz Recherche GmbH.

Der Goldstreit bei den Busses